Sie sind hier: Startseite > Ministerium > 20100511 Truppenstellerkonferenz RC North

Truppensteller für Nord-Afghanistan bekräftigen ihr Engagement

Berlin, 11.05.2010.
Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg traf am 11. Mai die Verteidigungsminister und Generalstabschefs der Truppen stellenden Nationen des ISAF-Regionalkommandos Nord sowie Vertreter der EU und NATO in Berlin. Der Minister hatte zu dem informellen Treffen geladen, um sich mit den Partnerländern über das weitere gemeinsame Vorgehen in Afghanistan abzustimmen.

Zu Guttenberg und weitere Gäste in einem Konferenzsaal

Abstimmung über das weitere Vorgehen im RC North (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

Die Umsetzung der auf der internationalen Afghanistan-Konferenz in London getroffenen Beschlüsse war Schwerpunkt des informellen Treffens. „Zusammen mit der afghanischen Armee (Afghan National Army) und der afghanischen Polizei (Afghan National Police) werden wir die Sicherheitslage für die im Norden Afghanistans lebenden und arbeitenden Menschen verbessern“, heißt es im Abschlusskommuniqué. Ferner könne mit „den nun vorgesehenen Ressourcen und in enger Zusammenarbeit von und mit der afghanischen Regierung eine schrittweise Übergabe der Sicherheitsverantwortung erreicht werden“. Dies dürfe jedoch nicht als Anreiz zur sofortigen Truppenreduzierung gesehen werden, heißt es darin weiter.

nach oben

Zeichen der Entschlossenheit

Verteidigungsminister zu Guttenberg zeigte sich zufrieden über den Verlauf der Konferenz. Sie sei „ein Zeichen der Geschlossenheit und der Entschlossenheit“, sagte der Minister in der anschließenden Pressekonferenz. „Die 16 Nationen sprechen mit einer Stimme, wenn wir sagen, dass wir auch weiterhin klar zu unserer Verpflichtung stehen, dem afghanischen Volk auf dem Weg in eine friedvolle Zukunft zu helfen.

Deutschland trage im Norden Afghanistans als Führungsnation eine besondere Verantwortung. Daran werde sich auch der Aufwuchs der Kräfte im Norden, insbesondere durch US-Truppen nichts ändern, betonte zu Guttenberg. Insgesamt sollen rund 12.000 Soldaten der ISAF-Schutztruppe im Regionalkommando Nord eingesetzt werden.

Ein stabiles Afghanistan ist ein entscheidender Beitrag für den Frieden in der gesamten Region und damit für die internationale Sicherheit insgesamt“, hob der Minister hervor und warnte vor den Folgen für die Nachrbarstaaten, sollte der „Dominostein Afghanistan“ fallen. Für den derzeitigen Einsatz gebe es deshalb keine Alternative.

nach oben

Mehr afghanische Sicherheitskräfte

Der afghanische Generaln Karimi, zu Guttenberg und Sedwill stehen hinter Rednerpulten

Pressekonferenz nach dem Treffen (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

Das in diesem Jahr weiter verstärkte zivile und befristet militärische Engagement lege die Grundlagen für eine Übergabe in Verantwortung an die afghanische Regierung, hob der Minister hervor. Die Umsetzung des auf der Londoner Afghanistankonferenz beschlossenen Strategiewechsels werde positive Effekte für den gesamten Norden haben. Zugleich habe man auch an die afghanische Regierung klare Erwartungen.

Zu Guttenberg begrüßte das von der afghanischen Regierung angestrebte Ziel, innerhalb der kommenden fünf Jahre die Verantwortung für die Sicherheit in ganz Afghanistan zu übernehmen. Dabei seien sich die Partner einig, dass zivile Hilfe auch über diesen Zeitraum hinaus notwendig sein werde. Bis Ende 2011 soll die Zahl der afghanischen Sicherheitskräfte von 200.000 auf 300.000 erhöht werden.

Während der Pressekonferenz hob ebenso der oberste zivile Vertreter der NATO in Afghanistan Mark Sedwill die Bedeutung des Strategiewechsels hervor. Mit dem verstärkten Engagements möchte die internationale Schutztruppe die Initiative gegenüber den Aufständischen wiedererlangen, sagte der britische Diplomat.

Auf der Londoner Konferenz im Januar dieses Jahres hatten sich die Partnerländer auf eine neue Strategie verständigt. Im Kern wurden verstärkte Anstrengungen bei der Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte beschlossen, damit diese in absehbarer Zeit in die Lage versetzt werden, Verantwortung für die Sicherheit im Land zu übernehmen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Konzept des Partnering, bei dem afghanische Soldaten und Polizisten auch im Rahmen gemeinsamer Einsätze und Operationen ausgebildet werden.

nach oben

Weitere Bilder des Tages

Der Konferenzsaal mit dem Teilnehmerkreis des Treffens

Vertreter aus 16 Truppenstellernationen nahmen teil (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

Die Teilnehmer der Konferenz an einem runden Tisch

Rund 12.000 Soldaten sollen im RC North eingesetzt werden (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

Zu Guttenberg und Häkämies begrüßen sich mit Händedruck

Der Verteidigungsminister hatte zu dem Treffen eingeladen (Quelle: Bundeswehr/Stollberg)Größere Abbildung anzeigen

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jan Rippl


http://www.bmvg.de/portal/poc/bmvg?uri=ci%3Abw.bmvg.ministerium&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB010000000001%7C85CDA3887INFO