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Festakt zum 100. Geburtstag von General Ulrich de Maizière

Bonn, 24.02.2012.
Mit Ulrich de Maizière stand viele Jahre eine Persönlichkeit an der Spitze der Bundeswehr, deren prägender Einfluss auf unsere Streitkräfte weit über unsere Zeit hinaus spürbar bleiben wird.“, so der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, beim Festakt zum 100. Geburtstag seines Amtvorgängers, General Ulrich de Maizière. Ulrich de Maizière war von 1966 bis 1972 Generalinspekteur der Bundeswehr und prägt durch die Konzeption der Inneren Führung bis heute das Selbstverständnis der Soldatinnen und Soldaten.

Richard von Weizsäcker und Martina und Thomas de Maizière

Gäste der Veranstaltung – Richard von Weizsäcker und Martina und Thomas de Maizière (Quelle: Bundeswehr/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

„Fragen nach dem Sinn und Zweck des soldatischen Dienens sind seit der Zeit Ulrich de Maizières nicht verstummt. Sie klingen heute nur anders.“ erklärt Wieker den bis heute währenden Einfluss seines Amtsvorgängers. Die Gesellschaft und mit ihr jede neue Generation muss sich diesen Fragen stellen und sie immer wieder neu und überzeugend beantworten.

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Moralische Erneuerung

Wieker am Rednerpult

Generalinspekteur Wieker erinnert an einen großen Soldaten (Quelle: Bundeswehr/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

Wieker erinnerte in seiner Rede an die Gründergeneration der Bundeswehr, deren besonderer Verdienst die Einordnung der Streitkräfte in den demokratischen Rechtsstaat ist. Diese haben weitsichtig das Selbstverständnis und innere Gefüge der Bundeswehr angelegt und geprägt. Ulrich de Maizière zählt zu den ersten Mitarbeitern der damaligen „Amt Blank“ und wird in einem Atemzug mit Vertretern der Gründergeneration, wie den Generalen Heusinger, Graf von Kielmansegg und Speidel, genannt. Sein Einfluss und Wirken gehe aber, so Wieker, weit über die Gründergeneration hinaus. „Viele grundlegende und auch mutige Weichenstellungen aus dieser Zeit sind heute für unsere jungen Soldatinnen und Soldaten selbstverständlich.“

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Verdienste um die Innere Führung

Ulrich de Maizière im Porträt

Ulrich de Maizière (Quelle: Bundesregierung/Schaack)Größere Abbildung anzeigen

„Ulrich de Maizière gehörte von Anbeginn zu jenen, die darauf drangen, der vornehmlich technische Vorgang der Wiederbewaffnung müsse durch eine moralische Erneuerung begleitet werden.“ so Generalinspekteur Wieker. Ulrich de Maizière schuf das Ideal eines eigenständigen, mitdenkenden und verantwortungsbewussten Soldaten – den Staatsbürger in Uniform. So forderte er einen Soldaten, „der einen klaren geistigen Standort hat, der um die Grundlagen unserer freiheitlichen, rechtstaatlichen, parlamentarischen Demokratie weiß und der die politisch tragenden und die Verfassung bejahenden Kräfte der Bundesrepublik kennt und sich mit ihnen eins fühlt.“

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Erinnerung an einen großen Soldaten

Genscher im Porträt

Hans-Dietrich Genscher (Quelle: Bundeswehr/Ströter)Größere Abbildung anzeigen

„Ich freue mich sehr, dass Sie dem Jubilar heute gemeinsam mit uns die Ehre erweisen“, so Generalinspekteur Wieker bei der Begrüßung. Rund 200 Gäste, unter ihnen der Bundespräsident a.D. Dr. Richard Freiherr von Weizsäcker, der ehemalige Außenminister Dr. Hans-Dietrich Genscher sowie die Familie Ulrich de Maizières, folgten der Einladung des Generalinspekteurs der Bundeswehr zum Festakt am ersten Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung in Bonn. Den hochrangigen Vertretern aus Politik und Militär, unter ihnen auch ehemalige Generalinspekteure der Bundeswehr, wurde während der Veranstaltung zugleich die Biografie von John Zimmermann: „Ulrich de Maizière. General der Bonner Republik 1912-2006“ im Rahmen einer Buchpräsentation vorgestellt.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Sina Pawlowski / PIZ SKB


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