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Manfred Wörner

Verteidigungsminister von 1982 bis 1988

Großaufnahme Manfred Wörner

Dr. Manfred Wörner – Verteidigungsminister von 1982-1988 (Quelle: Bundesregierung/Reineke)Größere Abbildung anzeigen

Mit der Regierung Kohl übernahm ab 1982 Dr. Manfred Wörner, ein ehemaliger Kampfpilot und späterer NATO-Generalsekretär, das Verteidigungsministerium.

Manfred Wörner wurde am 24. September 1934 in Stuttgart geboren. Sein Interesse an Sicherheits- und Verteidigungspolitik machte sich bereits während seiner Studienzeit bemerkbar. So befasste sich seine Dissertation mit den „Verteidigungsbeziehungen zwischen den alliierten Ländern“.

Bereits als 30-Jähriger wurde er 1965 für die CDU in den Deutschen Bundestag gewählt. Dort stieg er schnell zum anerkannten sicherheitspolitischen Experten seiner Fraktion auf, dem auch die militärische Praxis nicht fremd war. So diente Wörner als Reserveoffizier in der Luftwaffe. Als erfahrener Jetpilot war die Fliegerei Zeit seines Lebens seine größte Leidenschaft. Auch als Minister ließ er es sich nicht nehmen, zu einigen Terminen persönlich mit dem Jet einzufliegen.

Am 4. Oktober 1982 wurde Manfred Wörner nach der Bildung der neuen christlich-liberalen Koalition unter Bundeskanzler Kohl zum Verteidigungsminister ernannt.

In seiner Amtszeit setzte er sich für eine moderne und einsatzfähige Bundeswehr als unverzichtbarer Stabilitätsfaktor in der NATO ein. Dabei bildeten die sicherheitspolitische Annäherung an Frankreich und die enge Freundschaft mit den USA die wichtigsten Grundpfeiler seiner Verteidigungspolitik.

Als unter Michail Gorbatschow der allmähliche Wandel der Sowjetunion und der Abbau der Konfrontation in Europa absehbar wurde, leistete auch die Bundeswehr unter Wörner ihren Beitrag. So nahmen im März 1987 erstmals Bundeswehroffiziere an einem Manöver des Warschauer Paktes teil.

Ein Jahr später wurde Wörner als erster Deutscher zum NATO-Generalsekretär berufen. Als Bundesverteidigungsminister folgte ihm sein Parteifreund Dr. Rupert Scholz nach. In seiner neuen Funktion als Generalsekretär gestaltete Wörner nach dem Ende des Kalten Krieges den Wandel der Allianz an entscheidender Stelle mit und öffnete das Bündnis für die neuen Partner aus Osteuropa.

Am 13. August 1994 verstarb der seit langem erkrankte Wörner noch während seiner Amtszeit als Generalsekretär an Darmkrebs.

Seit 1996 verleiht das Verteidigungsministerium jährlich die Manfred-Wörner-Medaille an Persönlichkeiten, die sich in „besonderer Weise um Frieden und Freiheit in Europa verdient gemacht haben“.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Markus Bach


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