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Der Internationale Terrorismus – ein Überblick

Der internationale Terrorismus ist eine der Hauptbedrohungen für Deutschland im 21. Jahrhundert. Da er sich oft mit anderen Risiken verbindet, hat der Kampf gegen den Terrorismus nach wie vor Priorität.

Ein zerstörter Doppelstock-Bus auf einer Straße

Der Terror kommt nach Europa: Anschläge in London (Quelle: dpa/Macdiarmid)Größere Abbildung anzeigen

Die Anschläge in New York, Washington, Madrid und London haben gezeigt, das international agierende Terroristen eine Gefahr für die westliche Welt darstellen. Auch in Deutschland wurden bereits Anschläge vorbereitet. Terroristen verfolgen ihre politisch motivierten Ziele mit Hilfe von andauernder und geplanter Gewaltanwendung. Dabei trennen Terroristen nicht zwischen Kombatanten und Zivilisten. Im Gegenteil, gerade die islamistischen Terroristen haben ihre Aktionen in der Regel nicht gegen die Streitkräfte ihrer Gegner gerichtet, sondern gegen Einrichtungen des öffentlichen Lebens. Das Ziel war hierbei, Angst unter der Bevölkerung zu schüren und damit das Verhalten des Gegners zu beeinflussen.

Denn die international agierenden Terroristen vertreten keine konkreten Forderungen. Es geht ihnen um ideologische Gründe. Es sollen auch nicht bestimmte Personen angegriffen werden, sondern Orte, die die Werte und das Leben des Gegners symbolisieren. Dabei geht es ihnen um hohe Opferzahlen, um mehr Beachtung in den Medien zu finden. Denn die Medien sind heute ein wichtiges Instrument für die Terroristen geworden.

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Vernetzte Bedrohung

Verteidigungspolitische Richtlinien 2011
Risiken und Bedrohungen entstehen heute vor allem aus zerfallenden und zerfallenen Staaten, aus dem Wirken des internationalen Terrorismus, terroristischen und diktatorischen Regimen, Umbrüchen bei deren Zerfall, kriminellen Netzwerken, aus Klima- und Umweltkatastrophen, Migrationsentwicklungen, aus der Verknappung oder den Engpässen bei der Versorgung mit natürlichen Ressourcen und Rohstoffen, durch Seuchen und Epidemien ebenso wie durch mögliche Gefährdungen kritischer Infrastrukturen wie der Informationstechnik.“

Der Internationale Terrorismus hat sich zudem mit anderen Risikofeldern vermischt. Zerfallende und verfallene Staaten bieten Rückzugsräume für Ausbildungslager und Verstecke. Die Methoden der organisierten Kriminalität bieten Terroristen Infrastruktur und Mittel. Klima- und Umweltkatastrophen und demographische Entwicklung bieten den Nährboden für Ängste, die durch Terroristen gefördert und für ihre Zwecke missbraucht werden.

Auf diese Bedrohungen finden die Verteidigungspolitischen Richtlinien folgende Antwort: „Sicherheit für unser Land zu gewährleisten, bedeutet heute insbesondere, Auswirkungen von Krisen und Konflikten auf Distanz zu halten und sich aktiv an deren Vorbeugung und Einhegung zu beteiligen. Deutschland ist bereit, als Ausdruck nationalen Selbstbehauptungswillens und staatlicher Souveränität zur Wahrung seiner Sicherheit das gesamte Spektrum nationaler Handlungsinstrumente einzusetzen. Dies beinhaltet auch den Einsatz von Streitkräften.“

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Bettina Berg


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